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Ein wichtiges Anliegen
des Vereins ist es, die Alimentation der Pfarrerinnen
und Pfarrer auf einem angemessenen Niveau zu halten.
Immerhin est es gelungen, dass jahrelange Kürzungen
zurückgenommen wurden. Eine unserer Forderungen
ist, dass wieder Weihnachtsgeld gezahlt wird und
Nachteile, die sich aus dem Wohnen im Pfarrhaus
ergeben, zumindest teilweise ausgeglichen werden.
(Pfarrer und Kirchenbeamte sind die einzigen, die
in der Thüringer Landeskirche kein Weihnachts-
und Urlaubsgeld erhalten, in der Diakonie, den kirchlichen
Schulen und bei allen privatrechtlich angestellten
Mitarbeitern wurde das Weihnachtsgeld wieder eingeführt,
bei Pfarrern und Kirchenbeamten durch Änderung
des Besoldungsgesetzes aber auf Dauer abgeschafft.
Dies war möglich, weil die Mitsprachemöglichkeiten
der Pfarrer und Kirchenbeamten sich auf ein Anhörungsrecht
beschränken. Die Praxis reichte und reicht
von dankbarer Zurkenntnisnahme bis zu völliger
Ignoranz der Stellungnahmen des Vereinvorstandes.
Derzeit wird versucht, auch den privatrechtlich
angestellten Pfarrern kein Weihnachtsgeld mehr zu
zahlen. Ein entsprechendes Gesetz ist in Arbeit.)
Einer der vorrangigen
Gründe für dieses Engagement ist der dramatische
Rückgang der Theologiestudenten. Umfragen haben
ergeben, dass es nicht die "Glaubensschwäche"
ist, die junge Menschen von diesem Beruf fernhält,
sondern die sie erwartende berufliche Unsicherheit,
die einer überdurchschnittlich langen Ausbildung
folgt und kaum Aufstiegschncen bietet. Der sonst
übliche Bewährungsaufstieg, der sich durch
die Höherstufung der Gehaltsgruppe von A13
nach A14 ausdrückte, wurde 1997 abgeschafft.
Die in den letzeten Jahren direkten und indirekten
Gehaltskürzungen haben den Eindruck erweckt,
das Gehalt der Pfarrerschaft sei die Ausgleichsmasse
der Haushaltplaner
Ausserdem werden hohe Ansprüche an die Leitungstätigkeit
im Pfarramt und an die persönlicheLebensführung
gestellt unter nicht unerheblichen Einschränkungen
des Privatlebens.
Thüringer Pfarrverein e. V.
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